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Die Mitte - Werdenberg Ortsparteien Die Mitte GrabsNews Als Partei des Ausgleichs stärker gefordert denn je
11. Februar 2026 – Die Mitte Werdenberg diskutierte an ihrer Neujahrsbegrüssung Weltlage, Gesundheitsgesetz und persönliche Rückblicke
In seinen Begrüssungsworten hielt Co-Parteipräsident Luca Frei einen kurzen Rück- und Ausblick auf das vergangene und aktuelle Jahr. Er ging auf die Brandkatastrophe von Crans-Montana ein und betonte, dass kaum ein schrecklicherer Beginn des Jahres vorstellbar gewesen wäre. In Namen der gesamten Partei entbot er allen, die von dieser Katastrophe betroffen sind, sein Beileid, wünschte ihnen viel Kraft und Trost und gedachte der Opfer. Besorgt zeigte er sich über die aktuelle politische Lage. Dass die freiheitliche Weltordnung nun auch von Staaten, die diese einst massgeblich mitbegründet hatten, offen infrage gestellt wird, bezeichnete er als bedrohlich. Der Schweiz könne diese Entwicklung nicht egal sein, letztlich sei sie als kleiner Staat darauf angewiesen, dass sich die Grossmächte sich an das Völkerrecht halten. Frei schloss mit einem Appell an die Mittemitglieder sich noch vehementer für die Werte der Die Mitte – Freiheit, Solidarität und Verantwortung – einzusetzen. Die Mitte als Partei des Ausgleichs und des Zusammenhalts sei stärker gefordert denn je.
Gesundheitsgesetz als entscheidende Vorlage
Ehrengast des Abends war Regierungsrat Bruno Damann. Ihm sowie den beiden parteieigenen Kantonsräten Barbara Dürr und Friedrich von Toggenburg fühlte Luca Frei in einem Talk auf den Zahn. Im Zentrum des Gesprächs zwischen Bruno Damann und Friedrich von Toggenburg stand das Gesundheitsgesetz. Bruno Damann bezog dabei auch Stellung zur aktuellen Impfkontroverse. Dies sei eine Regelung aus einem Bundesgesetz, St.Gallen sei bei weitem nicht der erste Kanton, der eine solche Regelung einführe, der Thurgau oder Appenzell-Ausserroden kenne diese schon lange. Dort sei der Artikel noch nie angewendet worden, er glaube auch nicht, dass dieser je in St.Gallen angewendet werden würde. Das Gesetz befinde sich jetzt im Vernehmlassungsverfahren die Regierung werde die Vernehmlassungsantworten auswerten und dann dem Kantonsrat einen definitiven Gesetzesentwurf vorlegen. Wichtig ist Bruno Damann, dass der Impfartikel nur ein sehr kleiner Teil des Gesundheitsgesetzes ist. Diesen könne man notfalls auch separat zur Abstimmung bringen. Insgesamt erachtet er das Gesundheitsgesetz aber als nötig. Das aktuelle Gesetz ist über 45 Jahre alt. Dank dem neuen Gesundheitsgesetz sollen die Prävention gefördert, die Langzeitpflege gestärkt und die Gesundheitsversorgung insgesamt verbessert werden. Auch Friedrich von Toggenburg betont, dass das Gesetz für ihn als Arzt Verbesserungen bringe, die letztlich auch den Patienten dienten. Neu wird zum Beispiel ausdrücklich festgehalten, dass Patienten das Recht auf die Herausgabe ihrer Akten haben. Zudem werden grosse Schritte in Richtung Digitalisierung gemacht, was die Ärzte und das Gesundheitspersonal von Bürokratie entlastet, damit sie sich stärker auf ihre eigentliche Arbeit – die Behandlung der Patienten konzentrieren können.
Rückblick auf Präsidialjahre
In einer zweiten Talkrunde blickten Bruno Damman und Barbara Dürr auf ihre jeweiligen Präsidialjahre zurück. Bis im Juni 2025 hatte Barbara Dürr den Kantonsrat präsidiert. Als «höchste St.Gallerin» vertrat sie den Kanton bei zahlreichen Anlässen. Sie traf Bundesräte, Sportler und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Besonderen Eindruck machte auf sie eine Begegnung mit dem Langstreckenläufer Dominic Lokinyomo Lobalu. Einen kleinen Schreckensmoment erlebte sie, als sie auf dem Weg zur Eröffnung der Kantonsratssession war und der Zug auf dem Weg nach St.Gallen ausfiel. Sie strandete in Rorschach, wo es kein Weiterkommen gab. Sie begann, ihre Kollegen und Bekannten, die in der Nähe wohnten, abzutelefonieren und konnte schliesslich Kantonsrat Dominik Gemperli organisieren, der sie nach St.Gallen mitnahm. Bruno Dammanns Präsidialjahr 2020/2021 war geprägt von Corona. Als Regierungspräsident und Gesundheitsdirektor war er das Gesicht der St.Galler Coronapolitik und stand im Fokus. Eine Zeit, die Bruno Damann als sehr intensiv und fordernd erlebte. Zu vielen Begegnungen mit der Bevölkerung kam es coronabedingt nicht, in Erinnerung geblieben ist Bruno Damann aus dieser Zeit jedoch ein Treffen mit den Bundesräten Guy Parmelin und Alain Berset in St.Gallen. Bei diesem Treffen zeigten sich, welch für unterschiedliche Persönlichkeiten die beiden sind; Parmelin trat bescheiden auf, begleitet nur von ein paar Mitarbeitenden, während Berset mit einer grossen Entourage angereist war.
Essen und Musik
Nach den Talkrunden gab es für die Teilnehmenden ein reichhaltiges Abendessen und ein feines Dessert. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch den Gospelchor «Gofra» unter der Leitung von Hans Köppel.